Flensburg online: Flensburgs Straßennamen

Jacob-Hansen-Weg

Jacob HansenDer Name ist bezogen auf den Kaufmann Jacob Hansen (31.7.1830 - 25.10.1915). In dreifacher Weise ist er gemeinnützig tätig gewesen, bezeichnet durch die Stichwörter St.-Nikolai-Feldkommune, Exportbrauerei und Verschönerungsverein.

Hansen lernte bei einem Flensburger Kaufmann die Handlung und betrieb dann selbst mehrere Jahre ein Geschäft neben dem ehemaligen Roten Tor. Als Hausbesitzer war er auch Mitglied der St.-Nikolai-Feldkommune, mehrere Jahre von den Mitinteressenten als Vorsitzender gewählt, auch "Feldherr" genannt. Sein besonderes Augenmerk galt der Verbesserung der Wege und der Einfriedigungen, welcher er insbesondere durch Anpflanzung von Weißdornhecken zu heben suchte. Zu diesem Zweck richtete er bei dem Wärterhäuschen in Wilhelminental einen kleinen Garten zur Aufzucht von Dornen ein.

Eine besondere Tätigkeit entfaltete er als Mitglied der Waldgenossenschaft bei der Bepflanzung eines umfangreichen Geländes bei Steinau. Nicht weniger interessierte ihn die Exportbrauerei. 1886 unternahm er eine Reise nach Kopenhagen zur Verwaltung der Valentinerschen Stiftung, um Ländereien am ehemaligen Mühlenteich anzukaufen. Das Weideland wurde durch Ebnen, Ausroden, Anlage eines Zuweges usw. für den Pflug vorbereitet und schließlich ein Teil der Wiese zum Überschwemmen eingerichtet - so war ein Eisteich hergestellt. Hansen selbst hat dort mit Schaufel und Spaten, nicht selten mit nassen Füssen, bis über die Knöchel hinauf, gearbeitet.

Eine Gelegenheit zu umfassender Wirksamkeit bot ihm der 1880 entstandene Verschönerungsverein, dem er von der Gründung an dreißig Jahre hindurch mit Hingabe diente. Den Anfang machte die Anpflanzung an der Westseite des Mühlenteiches längs des alten wüsten Fußsteiges, dann folgte der Abhang an der Schweizerhalle und an der Westseite der Schleswiger Straße gegenüber. Hansen machte es möglich, daß die damalige Eltangsche Lücke am Südende des Mühlenteiches zugänglich wurde, um an die Valentinerallee und die Johannisallee anzuschließen.

Ein besonderes Interesse hatte Hansen an der Ausgestaltung der alten Exerzierlücke zum Markt- und Festplatz. Er war bestrebt, denselben zu ebnen und mit einer umlaufenden Allee einzulassen, was ihm auch gelang. Bei der Bepflanzung des so wüst liegenden südlichen Abhanges stellte er sich die Aufgabe, alle Baum- und Buscharten der hiesigen Gegend zusammenzustellen, um eine Art Baumschule herzustellen für die Jugend, die ihm leider seine Fürsorge zu Zeiten mit Undank gelohnt hat. (245)

Erstmals belegt, von den städtischen Kollegien beschlossen oder zum ersten Mal im Adreßbuch erschienen:
13. Februar 1958

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