Flensburg online: Flensburgs Straßennamen

Philipp-Lassen-Koppel

Philipp Lassen*Die Bezeichnung bezieht sich auf den ehemaligen Eigentümer, den Hofbesitzer Philipp Chr. Theodor Lassen (2.10.1868 - 12.2.1918). Das im 15. Jahrhundert nachgewiesene Gut "Jürgenshof", zum Bereich des Klosters zum Heiligen Geist gehörig, wurde 1612 in zwei volle Bohlstellen geteilt; aus der einen ist später der Besitz Lassen hervorgegangen.
Von Bohlsmann Jes Lassen an, Besitzer 1693 bis 1729, haben sieben weitere Generationen die volle Bohlstelle verwaltet. Nachdem schon Philipps Vater, Hufner Andreas Lassen (1829 - 1909), in den Jahren 1876 bis 1884 zahlreiche kleinere Grundstücke verkauft hatte und 1910 die Parzelle "Bohlberg" an die Stadt, verkaufte Philipps Mutter am 14. Dezember 1917 die sogenannte Lassen'sche Lücke zwischen Bismarckstraße und Jürgensgaarder Straße in Größe von 9 1/4 ha für 190.000 Mark an die Stadt. Ein weiteres Areal an der Jürgensgaarder Straße von 4 ha 39 ar erwarb die Stadt später für 121.235 RM von der Witwe. Philipp Lassen war siebentes Kind seiner Eltern und als jüngster Sohn Hofnachfolger. Von seinen fünf Brüdern wurden zwei Landwirte, zwei Kaufleute und Heinrich Lassen (1864 - 1953) Architekt und Professor, Stadtbaurat in Berlin-Schöneberg. Seine Schwester Anna war verheiratet mit dem Hof- und Ziegeleibesitzer Julius Petersen (1863 - 1947), Gemeindevorsteher in Fruerlund, Kreistagsabgeordneter und ab 1910 ein Jahrzehnt lang Stadtverordneter.
Philipp Lassen heiratete am 10.5.1899 Louisa Margaretha Maack (31.12.1877 - 12.5.1932), Tochter des Kaufmanns und Stadtverordneten Erich Gotthelf Maack. (430)
Philipp Lassen hat sich selbst ehrenamtlich kaum bestätigt. Zwar wurde er im Jahre 1898 zum Waisenrat der Gemeinde Jürgensgaard gewählt und 1902 als Sachverständiger der Flurschäden-Abschätzungskommission berufen, aber weitere Engagements sind nicht bekant. (431)

Im Vereinsleben wirkte er mit, so im Jagdclub. Sein größtes Eintreten galt anscheinend dem Militärischen, im Bereich der Landwehr. Aktiviert im Ersten Weltkrieg, fand er hier auch seinen Tod. Als königlicher Hauptmann der Landwehr I und Kommandant des Korpshauptquartiers starb Lassen im Feldlazarett. Er war Ritter des EK II. Klasse, Träger des Hamburgischen Hanseatenkreuzes und anderer Orden. Nach einer Zeitungsnotiz erfreute er sich "in Flensburg und weiteren Kreisen großer Beliebtheit", und im Nachruf des Armeekorps heißt es über ihn: "... dieses vortrefflichen, kerndeutschen Mannes, der trotz ernsten, standhaft bekämpften Leidens bis zuletzt unermüdlich und vorbildlich seine Pflichten erfüllt hat ..." (432)

Das Areal hat zu Beginn dieses Jahrhunderts schon eine besondere Rolle gespielt. Die 1909 gegründete Flensburger Ortsgruppe des "Vereins für Motor-Luftschiffahrt in der Nordmark" holte den Lenkballon P6 vom Typ "Parseval" nach Flensburg. Er landete am 4. November 1910 auf der dafür hergerichteten Philipp-Lassen-Koppel. An dieses Ereignis erinnert die Parsevalstraße. (433)

Erstmals belegt, von den städtischen Kollegien beschlossen oder zum ersten Mal im Adreßbuch erschienen:
30. April 1959


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