Flensburg online: Flensburgs Straßennamen

Plankemai

Mit dem Donationsbrief vom 23.10.1727 entschied der dänische König Friedrich IV. als Herzog von Schleswitg, "daß die Stadt den Blankermey und das Schlickland davor innehaben und behalten möge ohne Abgifte".(440)
Im ein Jahr zuvor gestellten Antrag hatte der Magistrat die Entstehung des Landstreifens beschrieben: "an der öffentlichen Straße am Ende des Havens belegen, so anfänglich ein Morast und Sumpf gewesen, danach mit Kosten aufgefüllet vor mehr denn 100 Jahren (also vor 1626) zur weyde für das kranke Vieh gebrauchet, und zu dessen beßerer Befriedigung mit einem Bollwerk an der Seite des Mühlen Stromes besetzet worden, gleich den auch alle an der Ost- oder Waßerseite alhie befindliche Gärten, Höfe und Ställe, ja der Grund, worauf die Stadtmauern der gegend stehen, dem Morast aufgefüllet, gewonnen und gebauet, daher den auch solches, als von undenklichen Jahren her Stadt und gemeine gehörig ..." (441)

Damit war auf die Zeit im Dreißigjährigen Krieg verwiesen. So heißt es z.B. im Kaufbrief für P. Mandixen vom 4.1.1630 über sein Land: " ... mit seinen Planckwercken und Zäunen ..." (442) Einer der ersten Belege des Straßennamens stammt aus dem Rathausprotokoll vom 3.4.1666: " ... das Stück Land uff blanckemey ..." (443)

Da Mai, Mei "Wiese oder Koppel in der Nähe des Hauses" bedeutet (444) und Planke sich auf Bohle bzw. Bretterwand bezieht, meint Plankemai also das angewachsene Wiesengelände, das durch Plankwerk vom Salzwasser abgetrennt und befestigt wurde. "Plancker May" wurde seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von der Stadt in öffentlicher Auktion verpachtet, jeweils für einen Zeitraum von sechs bzw. zehn Jahren. Derartige Verpachtungen fanden z.B. statt in den Jahren 1712, 1719, 1725, 1735. (445)

Nach der Königlichen Schenkung und der Auseinandersetzung mit dem Kloster als Grundeigentümer in St. Jürgen wurde Plankemai in vier Grundstücke eingeteilt und in Auktion verkauft - die Namen der Besitzer ab 1742 sind in den städtischen Akten verzeichnet. (446)

Erstmals belegt, von den städtischen Kollegien beschlossen oder zum ersten Mal im Adreßbuch erschienen:
1666, 1727 "Planckermey"


Wenn Sie in dieser Straße wohnen...
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