Strompreise

Pressemitteilung vom 23. September 2002

Flensburg online










 

 




Haushaltsstrompreise ohne Ökosteuer sind zwar nach Beginn der Liberalisierung zunächst gesunken.
Sie steigen aber seit August 2000 wieder ständig an.

Auch für Gewerbe und Industrie, die ja durch die Ökosteuer kaum belastet sind, steigen die Strompreise.

Schuld, so Bund der Energieverbraucher e.V., sei die Unersättlichkeit der Stromkonzerne
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"Die Firmenpleiten in Deutschland sind auf einem Höchststand seit Kriegsende. Die Stromversorger feiern dagegen Gewinne in nie dagewesener Höhe."

Zocken uns die Stromkonzerne ab?
ja
nein
müssen die doch, weil die auch nicht wissen, wie sie all das mit dem Teuro bezahlen sollen
Ergebnisse

Seit August 2000 steigen die Strompreise stetig an –

Energieverbraucher empört:
"Energieversorger zocken ab!
Strompreise müssen wieder sinken!"

Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat die Entwicklung der Strompreise seit Beginn der Liberalisierung zusammengestellt und veröffentlicht. Datenbasis ist eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes (www.energienetz.de).

"Die Strompreise in Deutschland steigen seit August 2000 stetig an. Daran ist nicht die Ökosteuer schuld, sondern die Unersättlichkeit der Stromversorger.

Die Firmenpleiten in Deutschland sind auf einem Höchststand seit Kriegsende. Die Stromversorger feiern dagegen Gewinne in nie dagewesener Höhe. Sie können, gesichert durch ihr Leitungsmonopol und überhöhte Netznutzungsentgelte, die Strompreise nahezu ungestraft erhöhen" erklärte der Vorsitzende des Verbandes Dr. Aribert Peters.

   In einer weiteren Zeitreihe hat der Bund der Energieverbraucher auch die Entwicklung der Strompreise für Haushalte ohne die Stromsteuer dargestellt. Es zeigt sich folgendes: Die Haushaltsstrompreise ohne Ökosteuer sind zwar nach Beginn der Liberalisierung zunächst gesunken. Sie steigen aber seit August 2000 wieder ständig an. Auch für Gewerbe und Industrie, die ja durch die Ökosteuer kaum belastet sind, steigen die Strompreise.

Keine Rechtfertigung für steigende Strompreise

   "Für steigende Strompreise gibt es keinerlei stimmige Rechtfertigung. Die Umlage für erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung gab es in der heutigen Größenordnung durch das Stromeinspeisungsgesetz und das KWK-Gesetz schon vor Mitte des Jahres 2000.

Auch der angeblich notwendige Bau neuer Kraftwerke kann Strompreiserhöhungen nicht begründen: Zum Zeitpunkt der höchsten Last im vergangenen Jahr (17.12.2001, 18:00 Uhr) betrug die Höchstlast in Deutschland 82,8 Gigawatt. Die gesamte Kraftwerksleistung im Inland lag bei 105,9 Gigawatt. E.on und RWE, denen die meisten Kraftwerke in Deutschland gehören, haben zusammen Jahresgewinne von etwa sechs Milliarden Euro und Rücklagen für die Entsorgung von Kraftwerken in zweistelliger Milliardenhöhe, also genug Finanzmittel zum Bau neuer Kraftwerke", so Peters. Zudem sei es absurd, sich neue Kraftwerke noch vor deren Inbetriebnahme von Verbrauchern finanzieren zu lassen.

   Die Verbraucher fordern die Stromversorger auf, die Strompreise jetzt umgehend und deutlich zu senken. Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat in getrennten Schreiben die Aufsichtsbehörden, also die Kartellämter und Strompreisaufsichtsbehörden, aufgefordert, die Strompreise weiterhin sehr kritisch zu prüfen und auf eine Rücknahme der Erhöhungen hinzuwirken.

"Die steigenden Strompreise beweisen, dass der verhandelte Netzzugang als Wettbewerbsmodell gescheitert ist. Der neue Bundestag muss mit einer Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes gesetzgeberisch die Konsequenzen ziehen. Die EU sollte dafür sorgen, dass die europäischen Wettbewerbsregeln auch in Deutschland eingehalten werden. Eine entsprechende Beschwerde hat der Bund der Energieverbraucher und der Deutsche Naturschutzring bereits am 2. Juli 2002 in Brüssel eingereicht" erklärte der Verbraucherverband heute in Bonn.

   Die Stromverbraucher sollten die geringen Spielräume nutzen und zu Stromversorgern wechseln, die günstiger sind. Informationen über Preise und weitere wichtige Kennzeichen der relevanten Stromanbieter bietet der Bund der Energieverbraucher e.V. kostenlos auf seinen Internetseiten an: www.energienetz.de.

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