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Flensburg online: Angriff auf Juxx.de im August 2005






DoS = Denial of Service

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Böses aus dem Osten
DoS-Attacken und Erpressung von jaxx.de

Eine DoS-Attacke sollte jaxx.de in die Knie zwingen. Osteuropäische Täter versuchen 40.000 Euro zu erpressen. Die Web-Attacke konnte erfolgreich abgewehrt werden

Das Online-Glücksspielangebot jaxx.de der FLUXX AG war Ende August 2005 das Ziel von räuberischen Erpressern. Mit einer so genannten "DDoS-Attacke" (http://de.wikipedia.org/wiki/Ddos), die unter Zuhilfenahme unabhängiger Rechner zahllose Zugriffe auf die Homepage von jaxx.de verursacht hat, haben vermutlich osteuropäische Täter versucht, das Online-Angebot jaxx.de lahmzulegen. Angebote der von FLUXX betreuten Partner waren nicht betroffen, durch die Angriffe ist der FLUXX AG kein nennenswerter wirtschaftlicher Schaden entstanden. Das Sicherheitskonzept von FLUXX hat ein Eindringen der Täter bei jaxx.de verhindern können - allerdings mussten hierdurch zeitweise auch die Kunden von JAXX "Schlange stehen", um ihren Lottoschein oder ihre Pferdewette abgeben zu können.

Pressefoto: Mathias Dahms von der FLUXX AG
Mathias Dahms, Geschäftsführung FLUXX AG        [Pressefoto]

"Ein Sicherheitsrisiko hat zu keiner Zeit bestanden", betonte Mathias Dahms, Vorstand Products & Services der FLUXX AG. "Die individuellen Daten der Spieler sind bei uns sicherer aufgehoben als in Fort Knox."

Lösegeld-Zahlung gefordert

Bei der FLUXX AG ging ein Erpresserschreiben der Täter ein, in dem gegen die Sofortzahlung eines Lösegeldes die Einstellung der Attacken in Aussicht gestellt wurde: "... verlangen wir eine Zahlung von 40.000 Euro. Dieses Geld müssen Sie per Western Union überweisen. Das ist eine sogenannte Minuten-Überweisung, d.h. falls Sie heute überweisen und wir nicht gehindert werden, das Geld abzuheben, dann wird die Attacke bereits heute abend abgestellt. Sie werden selbstverständlich eine Ermittlungsbehörde einschalten, ist auch Ihr gutes Recht. Ich möchte Ihnen aber eine Insider Information mitteilen, Ihre Konkurrenz Nr. 1 hat bereits bezahlt..."

Erste Spuren führten in die Ukraine

Die FLUXX AG lehnt derartige Forderungen grundsätzlich ab. Das sofortige Einschreiten der Netzwerkspezialisten von FLUXX und den kooperierenden Providern hat dazu geführt, dass die Attacken zügig isoliert und umgelenkt werden konnten. Das Bundeskriminalamt sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurden eingeschaltet, die intensiv an der Verfolgung der Täter arbeiten. Erste Spuren führen in die Ukraine.

Bundeskriminalamt eingeschaltet

In letzter Zeit haben sich vergleichbare Angriffe auf große Online-Angebote, darunter Google, Amazon oder Betfair, dramatisch erhöht. "Immer häufiger werden bedeutende Internetunternehmen Opfer solcher Attacken", so Mathias Dahms. "Solche Angriffe und das hierin liegende Potenzial gefährden die innere Sicherheit unserer Gesellschaft - hier muss die Politik aktiv werden. Wir werden die Strafverfolgungsbehörden nach besten Kräften in der Ermittlung nach den Tätern unterstützen und sind sehr optimistisch, mit unseren Erkenntnissen und technischen Möglichkeiten hierzu erfolgreich beitragen zu können. Darüber hinaus setzt die FLUXX AG eine Belohnung in Höhe von 40.000 Euro auf sachdienliche Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen."

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FLUXX ist ein auf die Vermittlung von Lotto und Wetten spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Altenholz bei Kiel. Die für den Betrieb erforderlichen Rechte und Lizenzen sowie das technische und marktrelevante Know how versetzen FLUXX in die Lage, jede Form von lizenziertem Glücksspiel über unterschiedliche Vertriebswege vom Endkunden zu den staatlichen Lotterie- und Wettanbietern zu vermitteln. Neben den eigenvermarkteten Angeboten jaxx.de, interjockey.com und Telewette stellt FLUXX seine Produkte und Dienstleistungen auch anderen Unternehmen und Organisationen zur Verfügung, die über umfangreiche Endkundenbeziehungen verfügen. Hierzu zählen die Online-Dienste AOL und freenet.de, die Internet-Portale WEB.DE und Lycos oder die Lottogesellschaften der Bundesländer Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die FLUXX AG ist seit September 1999 an der Deutschen Börse notiert (ISIN DE0005763502), seit März 2005 im SDAX geführt und beschäftigt derzeit an den Standorten Altenholz, Hamburg und Lustenau (Österreich) 95 Mitarbeiter.

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Erfolgt der DoS-Angriff koordiniert von einer größeren Anzahl anderer Systeme aus, so spricht man von einem DDoS (Distributed Denial of Service).

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