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Kommentar –
Ach, es ist aber auch ärgerlich. Wir einfachen Bürger sind einfach
zu blöd. Zu dumm. Wir verstehen nie, dass "die da oben" doch eigentlich
nur immer unser Bestes wollen.
Und so auch in diesem Fall. Google's Gmail ist eigentich ganz, ganz
toll. Nur wir verstehen das alles nicht richtig. Und die böse Presse?
Na klar, die hat uns natürlich auch völlig falsch informiert – so
jedenfalls könnte man meinen, wenn man sieht, wie Googles Oberhäuptling
mit der Kritik an dem Ding umgeht:
In einem Interview mit dem Wall Street
Journal (WSJ im April 2004) sagte Google Mitbegründer Sergey Brin unter
anderem, dass die öffentliche Kritik an Google's Gmail eine Folge von
Fehlinformationen über das Funktionieren des Programmes sei.
Ich sach ja, die Presse informiert falsch. Wir Bürger verstehen
das dann alles nicht richtig. Und die da oben vom Großen Bruder...
äh Google machen alles richtig. Und natürlich nur zu unserem
Wohl. Sehen wir das doch endlich ein. [na]
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TELEFON INTERNET DATENSCHUTZ
& GOOGLE
13.
April 2004
US-Senatorin entwirft Gesetz gegen G-Mail
Googles
Mailservice bei Datenschützern heftig umstritten
San Francisco (pte, 13. April 2004) – Googles
neuer E-Mail-Service ist wegen seiner Eingriffe
in die Privatsphäre heftig umstritten. Eine kalifornische
Senatorin kämpft ebenso wie
europäische Datenschützer gegen die Einführung von G-Mail,
berichtet der Branchendienst Cnet. Die Demokratin Liz
Figueroa kündigte ein Gesetz gegen Googles kostenlosen
E-Mail-Service "G-Mail" an,
da es Werbung in persönlichen Nachrichten nach entsprechender Suche
nach Schlüsselwörtern platziert.
"Absoluter Eingriff in die Privatsphäre"
– so die US-Politikerin Liz Figueroa
LIZ FIGUEROA sagte in einem Telefoninterview
am Montag: "Wir
glauben es ist ein absoluter Eingriff in die Privatsphäre. Es
ist als hätte
man eine riesige Reklamewand mitten im Wohnzimmer. Wir werden Google
bitten das gesamte Produkt zu überdenken."
Ende März hatte Google, die Top-Suchmaschine der
Welt, angekündigt
G-Mail zu launchen. G-Mail funktioniert als kostenloser E-Mail-Service
mit einem Gigabyte Speicherkapazität, was 100 mal mehr ist, als
andere Free-E-Mail-Service-Provider wie Yahoo oder Microsoft anbieten.
Die User müssen aber zustimmen, dass Googles Technologie die hereinkommenden
Mails scannt, und dann zielgerichtete Werbung, die auf Schlüsselwörtern
basiert, auf den Nachrichten platziert.
Googles neuer Service auch in Europa datenschutzmäßig
sehr umstritten
Vor seinem offiziellen Launch wird
G-Mail auch in Europa von Datenschützern
heftig attackiert. Europäische Zivilrechts-Gruppen haben eine Beschwerde
bei britischen Behörden hinterlegt, in der sie G-Mail der Verletzung
europäischer Datenschutz Gesetze beschuldigen, weil
es Nachrichten speichert und es Usern nicht erlaubt, diese zu löschen.
Google gab in einem Statement bekannt, es beabsichtige mit Datenschutz-Behörden
in Europa zusammmenzuarbeiten um deren Bedenken einzubeziehen. Die
Datenschützer
beanstanden weiters, dass das Scannen der E-Mails für Werbe Platzierung
ein nicht notwendiges Risiko des Missbrauchs darstellt und dass das
System potenziell gefährliche Präzedenzfälle schafft und
die Privatsphäre
verletzt.
Industrieanalysten sehen in dem Service ein Schlüsselprodukt
für
Google, da eine Erhöhung der Einnahmen über Werbeeinschaltungen
erreicht und das Geschäft ausgeweitet werden könne. Dies sei
vor allem in Hinblick auf den beabsichtigten Börsengang des Unternehmens
von Bedeutung.
SuchMaschinen: Google
Yahoo
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