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15-Juli
2003
Typischer
Hacker ist unter 21
Nur
knapp sechs Prozent der Täter
sind Frauen
Wiesbaden (pte) – Der
typische Internet-Hacker ist männlich, zwischen 16 und 21
Jahren alt und lebt noch bei seinen Eltern.
U
diesem Ergebnis kommt das deutsche Kriminalistische Institut
des Bundeskriminalamts
(BKA) in einer Studie über "Account-Missbrauch
im Internet".
Das BKA hat gemeinsam mit der Universität
Münster einen Fragebogen entwickelt, der an beteiligte
Staatsanwaltschaften, Gerichte und Eltern von Tatverdächtigen
verschickt wurde. 599 Fragebögen wurden ausgewertet.
Drei
Typen von Hackern konnten ausgemacht werden.
Das Mama Söhnchen ohne Freundin
Der Studie zufolge gibt es einen "typischen" Hacker,
65,8 Prozent (373 Mitglieder) der Täter zählen zu dieser
Gruppe. Er ist männlichen Geschlechts, zwischen 16 und
21 Jahren alt und lebt bei seinen Eltern.
Er hat eine mittlere oder gehobene Schulbildung und mittlere bis hohe Computerkenntnisse,
die er sich autodidaktisch erworben hat. Gründe für
den Account Missbrauch sind in dieser Gruppe in erster Linie
wirtschaftlicher Natur oder um auszuprobieren, was geht. Der
durchschnittliche Schaden, den diese Gruppe anrichtet, beträgt
388 Euro.
Die zweitgrößte Gruppe der "untypischen Täter" (119
Mitglieder) ist auch männlich, aber älter als die typischen
Täter und lässt sich wegen vielfältiger Möglichkeiten
zur Lebensgestaltung nicht eindeutig kategorisieren. Die untypischen
Täter haben mehr Geld und mehr PC-Erfahrung als die erste
Gruppe. Der Schaden, den sie angerichtet haben, ist mit durchschnittlich
429 Euro nur geringfügig größer als der der typischen
Täter.
Frauen in der Minderzahl
Die dritte und kleinste Gruppe besteht aus
Frauen (5,8 Prozent, 35 Mitglieder). Im Schnitt sind sie 34,7
Jahre
alt und haben geringere EDV-Kenntnisse und langsamere Rechner
als die männlichen Täter. Ihr Hauptmotiv besteht
meistens auch im Ausprobieren oder in wirtschaftlichen Erwägungen.
Nur fünf Prozent von ihnen wussten, dass sie eine strafbare
Handlung begehen.
Im Mittel waren die Täter 23 Jahre alt, insgesamt 72,2
Prozent von ihnen lebten während der Tatbegehung bei ihren
Eltern. Das Hauptmotiv bei allen drei Gruppen sind wirtschaftliche
Gründe (51,3 Prozent), zweithäufigstes Motiv ist das
Ausprobieren (33,1 Prozent).
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