März
2004
Oh je, jeder Dritte ignoriert das Handy-Verbot
am Steuer
Telefonieren
beim Autofahren
wird teuerer
AXA-Studie belegt: Um das geltende Handy-Verbot
am Steuer scheren sich Deutschlands Autofahrer weg. Jeder
dritte Fahrer ignoriert das Handy-Verbot am Steuer.
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Das scheint lässig zu sein: Eine Hand am Steuer,
in der anderen das Handy. Wie eine repräsentative Studie
von AXA ergeben hat, hält sich jeder Dritte
nicht ans geltende Handy-Verbot am Steuer.
Höheres Bussgeld
Aber: Wer
das Telefonieren nicht lassen kann, muss ab dem 1. April 2004
mit
höheren
Strafen rechnen: Das Bußgeld für "rechtswidriges
Telefonieren" während
der Fahrt wird zum 1. April von 30 auf
40 Euro steigen. Zusätzlich
gibt
es einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünder-Kartei.
Erlaubt bleibt Telefonieren über eine Freisprech-Einrichtung,
bei der das Mobiltelefon nicht in die Hand genommen werden
muss.
Die AXA-Studie ergab, dass es gerade die Fahrer in der Altersklasse
von 18 bis 30 Jahren sind, die sich
nicht an
das gesetzliche Verbot halten.
53 % der Männer und 42 % der
Frauen gaben an, ohne Freisprech-Einrichtung am Steuer zu telefonieren.
Über
alle Altersgruppen hinweg trifft dies für 32 %
zu. Nach den Angaben der Befragten ist Telefonieren am
Steuer also der größte Risikofaktor im Straßenverkehr
– noch vor Fahren ohne Anschnallgurt (28% der
Befragten), Fahren mit Sommerreifen im Winter (27%)
sowie Fahren unter leichtem Alkoholgenuss (26 %).
Mobil-Telefonierer fahren noch schlechter als Alkoholisierte
"Die hohen Risiken des mobilen Telefonierens werden von vielen
Autofahrern immer noch unterschätzt", sagt Kraftfahrt-Experte JENS
LISON von AXA. Dabei zeigen wissenschaftliche Versuche: Mobil-Telefonierer
fahren sogar deutlich schlechter als alkoholisierte Fahrer mit 0,8 Promille.
Sie reagieren langsamer, brauchen längere Bremswege
und schätzen Situationen
falsch ein.
Das macht sich kaum ein Handy-Telefonierer am
Steuer klar: In nur 1
Sekunde der Ablenkung, beispielsweise beim Wählen,
legt ein Auto bei 100 Stundenkilometern sage & schreibe
28 Meter
Blindfahrt zurück.
Was ist erlaubt?
Mit dem Handy in der Hand dürfen
Fahrer nur telefonieren, wenn der Wagen
steht und der Motor aus ist. Allein schon aus
Sicherheitsgründen
empfiehlt es sich, generell beim Fahren aufs Telefonieren zu
verzichten. Wer grob fahrlässig einen
Unfall verursacht, muss sogar damit rechnen,
dass seine Kasko-Versicherung die Kosten für den Unfall nicht übernehmen
muss.
Wer auf das
Mobiltelefon im Auto nicht verzichten kann, sollte sich zumindest
eine fest eingebaute Freisprech-Einrichtung anschaffen. Bei
der Kasko-Versicherung von AXA beispielsweise ist diese als
Zubehör
sogar beitragsfrei mitversichert.
Handy-Verbot auch für Radfahrer
Übrigens gilt das Handy-Verbot
auch für Fahrradfahrer: Wer auf dem Drahtesel
telefoniert, muss statt bisher 15 Euro ab 1. April 2004 insgesamt
25 Euro Strafe zahlen.
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AXA
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