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31-Mai
2003
"Internet
für alle" gescheitert
Deutschland
liegt im Hinblick auf Internet-Nutzung weit hinter den
führenden Internet-Staaten USA, Großbritannien und den
skaninavischen
Ländern zurück.
Berlin (ots) - Anläßlich der Veröffentlichung
der Studie "Internet 2002:
Deutschland und die digitale Welt" erklärt
die Internetbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Dr. Martina Krogmann MdB:
IE
neuen Zahlen zur Internetnutzung sind erschreckend! Laut Studie
sind nur 46 Prozent der Bundesbürger
zwischen 14 bis 75 Jahren online.
Und: Mehr als 80 Prozent der "Offliner" wollen das
Internet auch in den nächsten 12 Monaten nicht nutzen.
Ein
Alarmsignal, denn dies bedeutet, dass wir bei der Internetnutzung
weiter hinter den führenden Internetstaaten USA, Großbritannien
und den skandinavischen Ländern zurückfallen.
Die
Folge: Das größte
Potenzial der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien
für
Wirtschaft und Gesellschaft, für Innovationen und zukunftsfähige
Arbeitsplätze bleibt bei uns vielfach ungenutzt. Im internationalen
Standortwettbewerb und auf dem Weg in die Wissenschafts- und Informationsgesellschaft werden
wir weiter abgehängt.
Deutschland
kommt schlecht voran auf dem Weg in die Informationsgesellschaft
Hinzu
kommt, dass sich laut Studie die digitale Spaltung, d. h. die
Kluft zwischen denjenigen, die im Umgang mit PC und
Internet fit sind und denjenigen, die keinen Zugang zur digitalen
Welt
haben, weiter verfestigt.
Vor allem die unteren Einkommensgruppen, schlecht Ausgebildete,
Senioren, Frauen und Bewohner ländlicher Gebiete
sind bei der Nutzung des Internet in immer höherem Maße
unterrepräsentiert.
Das ist eine fatale Entwicklung, denn wer nicht "
drin" ist, ist bald völlig "out" und abgekoppelt
von der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung mit
negativen Folgen für den Arbeitsmarkt.
Internet-Politik
der Bundsregierung muss als gescheitert angesehen werden Die Zahlen
sind zugleich ein Beweis dafür, dass die Internetpolitik
der Bundesregierung gescheitert ist.
Das 1999
vom Bundeskanzler persönlich groß angekündigte
Programm "
Internet für alle" hat nichts bewirkt. Was jetzt
schnell geschehen muss:
Der
Bund muss im eGovernment-Bereich seine Vorreiterrolle endlich
wahrnehmen.
Drei Viertel aller Nicht-Nutzer geben an, dass sie das Internet
nutzen würden, wenn sie Behördendienstleistungen
von zu Hause aus erledigen könnten. Im eGovernment liegen
wir aber weit zurück.
Die
Kosten sind noch zu hoch. Keine neuen pauschalen Urheberrechtsabgaben,
wie die Kosten für Hardware weiter
erhöhen und keine neuen Belastungen durch die TKÜV.
Medienkompetenz
stärken. Die erste Phase der Aktion "Schulen
ans Netz" ist jetzt vorbei und reicht alleine bei weitem
nicht aus. Public private partnership-Programme müssen weitergeführt,
Lehrer internettauglich weitergebildet und spezielle Lernsoftware
muss entwickelt werden. Tragfähige Konzepte für lebenslanges
Lernen, Weiterbildung, Umschulung am PC gehören auch dazu.
- Gruppen, wie z.B. Arbeitslose, jobsuchende Frauen und ältere
Menschen im ländlichen Raum müssen gezielter für
die Internetnutzung angesprochen werden.
Der
Zugang zu Inhalten muss erleichtert werden, dazu gehört
auch die Förderung leicht bedienbarer Software.
Vom
neuen TKG müssen klare Weichenstellungen für
mehr Wettbewerb sowohl im Infrastrukturbereich als auch bei den
Diensten ausgehen, insbesondere im zukunftsträchtigen Breitbandbereich.
Internet www.cducsu.de
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