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06-Dezember
2002
Sicherheitsmängel beim Multimedia Handy GD87
von Panasonic
Sicherheitsexperten von 2way interactive
warnen Softwarefehler führt zu Missbrauchsmöglichkeiten
Mainz
- In
den letzten Tagen berichteten verschiedene Nachrichtenagenturen
und Branchendienste über Probleme mit dem Vodafone D2 Multimedia
Handy GD87 von Panasonic. Es wurde gemeldet,
das Gerät könnte durch den Empfang einer "WAP-Push
SMS" ohne Wissen des Benutzers eine Verbindung zu WAP-Seiten
herstellen, dieser Verbindungsaufbau ist für den Besitzer
mit Kosten verbunden. Eine entsprechende Funktion ist
in den geräteeigenen WAP-Browser integriert und soll demnächst
zu den Standardfunktionen der neuen Multimedia Handy Generation
gehören.
IN
einer Stellungnahme für die Sendung "MEX" des Hessischen
Fernsehens erklärt TIMO LUDWIG, Sprecher der 2way
interactive GmbH: "Dieser Softwarefehler beim Panasonic GD
87 ist nicht unerheblich, Geräte anderer Hersteller sind
besser abgesichert, der Nutzer muss den Empfang einer WAP-Push-SMS
erst bestätigen. Der Mobilfunkkunde wird durch die missbräuchliche
Nutzung dieser Funktion finanziell belastet und muss im Streitfall
beweisen, dass er den WAP-Push-Dienst nicht in Anspruch genommen
hat."
DIE
Pressestelle von Vodafone D2 dementierte den Softwarefehler, bestritt
andererseits die theoretische Möglichkeit einer derartigen
externen Manipulation nicht. D2 erklärte darüber hinaus,
dass auf Grund eines Sicherheitssystems, manipulierte SMS Nachrichten
erst gar nicht bis zum Empfänger weitergeleitet würden.
Bei den Tests der Sicherheitsexperten von 2way interactive konnte
bis heute kein entsprechender Schutz festgestellt werden. Durch
den Versand eines speziellen Befehls an ein Panasonic GD 87 Handy,
wurde ohne Eingreifen des Benutzers, eine kostenpflichtige Verbindung
automatisch aufgebaut. Weitere Überprüfungen
haben ergeben, dass es unter Umständen sogar möglich
wäre, kostenpflichtige WAP-Seiten automatisiert aufzurufen.
Entsprechende Bestätigungsaufforderungen an den Handynutzer
könnten durch Manipulation der URL gezielt umgangen werden.
DER
zuständige Produktmanager des Geräteherstellers war
nach der Demonstration des Fehlers auf seinem eigenen Mobiltelefon
etwas überrascht und musste die Fehlfunktion eingestehen.
Bei internen Tests bei T-Mobile und 2way interactive sind neben
dem beschriebenen auch noch eine Reihe weiterer Fehler aufgetaucht,
daraufhin wurde seitens T-Mobile von einer schon geplanten Markteinführung
zunächst abgesehen.
Internet:
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