Oberbürgermeister Dielewicz
Der Verlierer 1998

Zum Weiterlesen:
  Der Verlierer 1997
Jedes Jahr hat seine Gewinner und seine Verlierer. Für uns ist der Verlierer 1998 Oberbürgermeister Dielewicz.

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."
– aus gutem Grund haben die Gründungsväter unserer Demokratie diese Unabhängigkeit der Presse in das Grundgesetz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verankert (Art. 5)

Der kritische Journalist Thomas Hansen hatte also mit seiner Berichterstattung über den in der Bevölkerung mehr als umstrittenen ZOB-Umbau, die 100.000 Mark Korruptionsaffäre im Bauamt und die Ausgabe von ungedeckten 285.000 bei der Museumsrenovierung lediglich das praktiziert, was zu einer funktionierenden Demokratie gehört: eine unabhängige Presse.
Ergebnis: mit 2 Programmbeschwerden durch den damaligen Stadtbaurat Roedig wurde versucht, Thomas Hansen's TV-Sendungen zu verhindern.
"Flensburg online" selber wurde von dem damaligen Stadtbaurat Roedig wegen eines Kommentars mit einer Klage bedroht. Oberbürgermeister Dielewicz trug als Oberbürgermeister die politische Verantwortung für den Infoboykott, den die Stadt Flensburg gegen den unbequemen Frager Thomas Hansen

Daß Oberbürgermeister Dielewicz in "Flensborg Avis" (Ausgabe 7-10-97, S. 11) Stadtbaurat Roedig über das übliche Maß hinaus in Schutz nahm, stellte einen weiteren hochinteressanten Meilenstein im Wirken Roedigs in Flensburg dar. SPD-OB Dielewicz "Ich kenne viele Stadtbauräte in Deutschland. Keiner hat sein Dezernat so im Griff wie Herr Roedig das seine", wurde Oberbürgermeister Dielewicz in "Flensborg Avis" zitiert.

Jedem seine Meinung. Aber wir wunderten uns schon über SPD-Mann Dielewicz' Ansicht, daß der ZOB eine architektonische Bereicherung des Flensburger Stadtbildes darstelle. Nun ja, SPD-Dielewicz, auch nur ein Zugereister, sieht das vielleicht anders als wir Flensburger.